JW Bulletin

Jehovah's Witnesses in the Media

Translation: Stern.de 15th November 2018

15th November 2018


Leah Remini: Are the days of Scientology soon numbered?

Leah Remini was a member of Scientology for 35 years. Today she fights passionately against the organization.

Leah Remini (48) is no longer just the star of the cult comedy series “King of Queens”. The actress is one of Scientology’s greatest opponents today. For 35 years she was a member of the religious community. She left Scientology in 2013 and has been passionately fighting her since. In the Emmy-winning documentary series “Leah Remini” (today at 9:50 pm and next week Monday through Friday from 12:55 pm, on A & E respectively), she raises her voice against the organization and leaves former members and insiders have their say.

On Sunday, 18 November, A & E will be showing a two-hour documentary special at 23:20 as German TV premiere as part of the theme week “Twisted Faith – Power and Manipulation”. Together with Mike Rinder (63), more than 20 years of international spokesman for Scientology, she sheds light on the Jehovah’s Witnesses. How these differ from Scientology and how much Remini is still threatened by Scientology, she tells in an interview with the news agency spot on news.

Her show “Leah Remini: A Life After Scientology” is already in the third season. Has this success surprised you?

Leah Remini: Yes, I was very surprised. I was worried that people would say, “Oh, that’s something that does not concern me, I would never join Scientology.” After all, there are many prejudices in the minds, many have a ready-made opinion. We worked very hard to show the audience what they are for people, what motives they have. Many who join Scientology are convinced that not only do they help themselves but also do good. That they even save the world. And Scientology feeds them in the faith by claiming to know only the answer to all questions of humanity, such as diseases.

And the members pay a lot of money for that …

Remini: Yes, the difference between Scientology and other religions is: Scientology costs a lot of money. Hundreds of thousands of dollars for each member. You have to pay to become a member. Then you have to take different courses, which of course all have to be paid as well. Every member spends at least two and a half hours a day with the organization. Scientology is based on the writings and guidelines of Ron L. Hubbard. One of these guidelines says that if someone turns against Scientology, you have to destroy it. Can you imagine a church doing this?

In a special for the show, you also illuminate the Jehovah’s Witnesses.

Remini: Yes, we were asked for it. We had not thought this over for ourselves. There was an overwhelming request, even a petition, for us to devote ourselves to Jehovah’s Witnesses. They have very similar practices and structures to Scientology. What we saw was once again absolutely devastating. First and foremost, these people simply want to truly and truly believe in something. They want to be told what and how to think. I once understood that, too. That’s why I understand that. Jehovah’s Witnesses also have policies, such as dealing with former members or refusing blood transfusions in the event of illness. They let their own child die rather than give him the life-saving transfusion. Everyone can believe what he wants. But if other people, or even your own children are hurt, then you should really question your beliefs.

Welchen Rat geben Sie den Menschen, die einen Ausweg suchen?

Remini: Sie brauchen unbedingt Unterstützung. Viele sind etwa in ihrer eigenen Familie gefangen, weil die Eltern der Sekte angehören. Sie sehen meist keinen Ausweg, weil sie nirgends hingehen können. Aber es gibt Menschen und Organisationen da draußen, die helfen können. Aber sowohl die Scientologen als auch die Zeugen Jehovas haben davon keine Ahnung. Sie informieren sich nicht im Internet, sie sehen unsere Show nicht. Ihnen wird eingebläut, dass wir der Teufel sind, dass wir ihnen nur Schlechtes wollen. Aber das wollen wir nicht. Wir wollen, dass sie frei sind und auf sich selbst achten. Man muss nicht glauben, was wir sagen. Man muss nur auf sich selbst hören.

Sie selbst haben vor fünf Jahren Scientology verlassen. Werden Sie auch heute noch von den Mitgliedern attackiert?

Remini: Ja, wie bereits erwähnt, gibt es die Richtlinie, dass alle, die sich von Scientology abwenden, zerstört werden müssen. Wir werden attackiert, diskreditiert und eingeschüchtert. Das erfahre ich bis heute jeden einzelnen Tag, genauso wie viele andere Menschen auch.

Wie bedroht fühlen Sie sich in Ihrem alltäglichen Leben?

Remini: Ich fühle mich nicht bedroht und ich habe auch keine Angst. Scientology verfährt so schon seit vielen Jahrzehnten und kommt immer wieder damit durch. Sie können mir das meinetwegen jeden Tag und jede Nacht antun, es kümmert mich nicht. Was mich interessiert sind die Menschen, die niemanden haben, niemanden, dem sie ihre Geschichte erzählen können. Sie müssen ihr Leben weiterführen, während sie von Scientology bespitzelt und bedroht werden. Töchter dürfen zum Beispiel nicht mehr mit ihren Müttern sprechen. Ex-Mitglieder werden bei ihren Vorgesetzten diskreditiert, damit sie ihren Job verlieren. Das passiert tagtäglich mit Scientology.

Glauben Sie, dass es irgendwann einmal ein Ende für Scientology gibt?

Remini: Ja, wir müssen einfach noch mehr Geschichten erzählen und sie öffentlich machen. Wir müssen Menschen die Sicherheit geben, damit sie ihre Geschichten überhaupt erzählen können. Wenn wir als Gemeinschaft die Machenschaften von Scientology aufdecken, ermittelt vielleicht bald auch das FBI. Oder die IRS (Bundessteuerbehörde der USA) hinterfragt die Steuerbefreiung für Scientology. Scientology gibt Millionen von Dollar im Jahr aus, um Menschen einzuschüchtern und zum Schweigen zu bringen. All die Menschen, die Scientology engagiert, um Ex-Mitglieder einzuschüchtern, sollten sich schämen, dafür Geld zu nehmen.

Warum sind auch viele Stars Anhänger von Scientology?

Remini: Eigentlich sind es im Vergleich sehr wenige. Scientology versucht gezielt, Prominente für sich zu gewinnen, damit sie über Scientology reden. Da geht es in erster Linie nicht unbedingt ums Geld. Denn alle Scientologen bezahlen das Gleiche. Einen Star kostet Scientology genauso viel wie jedes andere Mitglied auch. Die Extra-Spenden, die Stars machen, sind etwas gänzlich anderes. Insgesamt verfügt Scientology über drei Milliarden Dollar.

Woran glauben Sie heute, glauben Sie an Gott?

Remini: Ich habe immer an Gott geglaubt, musste das aber bei Scientology verheimlichen. Ich wurde als Baby katholisch getauft, mein Vater war Katholik.

Feiern Sie mittlerweile Weihnachten?

Remini: Ja, aber das tun auch die Scientologen. Sie feiern es nur nicht aus religiösen Gründen.

Wie geht es mit Ihrer Schauspielkarriere weiter? Ist nach dem Aus von “Kevin Can Wait” mit Ihrem “King of Queens”-Kollegen Kevin James eine neue Serie geplant?
Remini: Ich möchte jetzt erstmal eine Pause einlegen. Meine Show nimmt sehr viel Zeit in Anspruch. Ich liebe Comedy, aber ich möchte nur noch mit Kevin arbeiten. Das letzte Jahr mit Kevin war das Beste meines Lebens. Ich möchte Spaß bei der Arbeit haben und nicht nur drehen, um beschäftigt zu sein. Deshalb habe ich auch “Manhattan Queen” gedreht. Da stand ich mit meiner guten Freundin Jennifer Lopez vor der Kamera. Das hat wirklich Spaß gemacht und es ist wirklich ein süßer Film. Doch im Fokus steht weiterhin meine Show, da sie mir einfach unheimlich viel bedeutet.

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